Die Manuelle Therapie ist eine ganzheitliche Behandlungsform;
sie umfaßt schmerzlindernde, funktionsverbessernde, erziehende, und vorbeugende
Maßnahmen auf der Basis einer biomechanisch orientierten Funktionsdiagnostik.
Es handelt sich hierbei um spezielle manuelle Techniken, die im Rahmen des
Befundes dazu dienen, eine Bewegungsstörung im Bereich der Extremitätengelenke
oder der Wirbelsäule zu lokalisieren und zu analysieren.
Dieser Befund dient als Grundlage zu den therapeutischen Handgriffen, die
vom Krankengymnasten/Physiotherapeuten als Mobilisation u. Stabilisation durchgeführt
werden.
Mit der Manuellen Therapie steht den Krankengymnasten/Physiotherapeuten
eine gezielte, gelenkschonende, effektive und meist schmerzfreie Behandlungstechnik
zur Verfügung, die bei Funktionsstörungen der Gelenke neben der krankengymnastischen
Behandlung angewendet wird.
Methoden der Manuellen Therapie:
Kaltenborn beschäftig sich hauptsächlich mit der Dysfunktion (Fehlfunktion)
von Gelenken und den umliegenden Weichteilen. Dabei kann die Dysfunktion in
Form von verminderter Beweglichkeit und/oder vergrößerter Beweglichkeit vorliegen.
Cyriax: Die nicht operative Orthopädie nach wird hauptsächlich bei Weichteilerkrankungen
des Bewegungsapparates (Muskeln, Sehnen, Bänder, Schleimbeutel, Kapsel usw.)
angewendet (z.B. Tennisarm).
Die McKenzie-Therapie wird hauptsächlich bei Bandscheibenerkrankungen und
Wirbelsäulen bedingte Schmerzen mit und ohne Ausstrahlungen in Arme und Beine
angewendet.
Mulligan: Die nach dem Neuseeländer Brian Mulligan benannte Therapie ist eine manualtherapeutische
Mobilisation in Kombination mit aktiver Bewegung.